In ständigem Wechsel kommt und geht das Wasser mit der Ebbe und Flut an den Stränden der Insel Sylt. Aufgrund der Anziehungskräfte der Sonne und insbesondere des Mondes werden die Wassermassen zu einem Flutberg zusammengezogen. Durch die Drehung der Erde wechseln sich Flut und Ebbe kontinuierlich ab, wobei die beiden Gezeiten etwa alle sechs Stunden wechseln.
In lauen Sommernächten lässt sich gelegentlich das „ Meeresleuchten“ beobachten: Das ganze Wasser scheint plötzlich aufzuleuchten. Auslöser für dieses außergewöhnliche Naturphänomen sind Millionen winziger Meereslebewesen mit dem Namen Noctiluca, die durch einen chemischen Vorgang unter bestimmten Bedingungen zu leuchten beginnen.

Ausgedehnte Sandstrände, Spülsäume, Sandnehrungen und die Steilufer liegen hier nahe an endlosen Dünen, Heiden und kleinen Kiefernwäldchen. Die Gestalt der Insel verändert sich laufend, da Wind und Wasser beständig an der langen ungeschützten Westküste nagen.